|
Auf dieser Seite stellen wir Ihnen die Wachstums-Strategie
vor. Beachtet man diese wichtigen Regeln beim Depotaufbau, kann
bei der Aktienanlage – langfristig gesehen – nichts
schiefgehen.
Die Grundsätze
Oberste Priorität: Qualität!
Qualität, Qualität und nochmals Qualität. Das
oberste Gebot bei der Aktienauswahl ist die Qualität der
Unternehmen, in die man investiert. Das sauer verdiente Geld
sollten Sie ausschließlich großen und etablierten
Firmen anvertrauen. Das heißt Unternehmen, die zum einen
über eine gewisse finanzielle Größe
verfügen, zum anderen möglichst eine marktführende
Position in der jeweiligen Branche einnehmen. Vor allem aber
müssen diese Unternehmen in einem Bereich tätig sein,
der gegenüber den Konjunkturschwankungen der Wirtschaft
resistent ist. Denn nur so ist ein dauerhaftes und konstantes
Wachstum möglich. Ein Beispiel: Wer verzichtet in
wirtschaftlich schlechten Zeiten auf dringend benötigte
Medikamente? Deshalb gehört die Pharmabranche zu den
typischen Wachstumsbranchen.
In stark konjunktur abhängigen Branchen wie Stahl,
Maschinenbau oder in der Automobilindustrie muss man dagegen
Wachstumstitel mit der Lupe suchen.
Warum langfristig?
Die Aktienanlage sollte – ähnlich wie die Investition
in Immobilien – langfristig gesehen werden. Kurzfristig
kann es an den Börsen immer zu stärkeren, nicht
vorhersehbaren Schwankungen kommen. Betrachtet man jedoch eine
Aktie langfristig, dann spiegelt der Kursverlauf des Papiers
eindeutig die Entwicklung des jeweiligen Unternehmens und nicht
die äußeren Einflüsse wider. Deshalb sollte man
seinen Wachstumsaktien einen Anlagezeitraum von mindestens
fünf, besser noch zehn Jahren zugestehen. Ein kürzerer
Zeitraum könnte selbst bei Qualitätsaktien zu einer
Spekulation werden.
Die Mischung macht’s
Neben der Qualität der Unternehmen und des langfristig
ausgerichteten Anlagehorizonts sollte man bei der Aktienanlage
noch einen weiteren wichtigen Punkt beachten: die Depotmischung.
Es ist wichtig, das Risiko auf zehn verschiedene Wachstumsaktien
zu verteilen, um Schwächephasen einzelner Papiere abfedern
zu können.
Wichtig ist auch, nicht nur auf eine Branche zu setzen, sondern
in mehrere Branchen zu investieren. Bereiche, auf die man in
einem gut gemischten Depot nicht verzichten kann, sind die
Bereiche Finanzen, Gesundheit, Telekommunikation, Computer und
Konsum. Die Marktführer aus den wichtigsten
Wachstumsbranchen finden Sie auf den nächsten Seiten.
Verfügt das Depot über eine ausgewogene
Branchenmischung, ist es kein Problem, wenn einzelne Bereiche
streckenweise unter Druck geraten. Anleger mit einem guten
Branchenmix sitzen diese Phasen locker aus, weil sich die
Schwäche einzelner Aktien nicht so stark auf das Gesamtdepot
auswirkt.
Beachtet man diese drei Grundsätze der
Wachstums-Strategie, ist man bereits auf dem besten Weg zum
dauerhaften Börsenerfolg. Eine Frage blieb bisher
unbeantwortet: Was genau sind Wachstumswerte?
Der Wachstumswert
Vom Begriff des Wachstumswertes gibt es unterschiedliche
Auffassungen. Viele denken bei dem Begriff Wachstumswert an
junge, aufstrebende Unternehmen mit großen
Wachstumschancen, von denen sich mittlerweile eine ganze Reihe am
Neuen Markt tummeln. Unserer Meinung nach reicht es jedoch nicht
aus, ein junges Unternehmen zu sein, das in einer
zukunftsträchtigen Branche tätig ist. Um sich das
Prädikat Wachstumswert zu verdienen, benötigt es ein
bisschen mehr.
Die Vergangenheit
Ob eine Aktie als Wachstumswert eingestuft wird oder nicht,
hängt zu einem großen Teil von ihrer Entwicklung in
der Vergangenheit ab. Die erste wichtige Voraussetzung ist die
Börsenzugehörigkeit. Ein Unternehmen, das erst seit
kurzem an der Börse notiert ist, kommt für das
Prädikat „Wachstumsaktie“ nicht in Frage. Eine
Wachstumsaktie sollte bereits seit mindestens zehn Jahren
börsennotiert sein. Das ermöglicht es, auf ausreichende
Vergleichsdaten zurückgreifen. Im Klartext: Hat sich der
Kurs einer Aktie über zehn Jahre hinweg konstant nach oben
entwickelt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sich
dieser Trend auch in Zukunft fortsetzen wird.
Die Marktposition
Eine weitere wichtige Voraussetzung, dass eine Aktie von uns als
Wachstumswert eingestuft wird, ist eine gute Marktstellung. Das
Unternehmen sollte in der jeweiligen Branche eine führende
Position einnehmen. Bestes Beispiel ist der amerikanische Konzern
Intel, der im Chipbereich das absolute Nonplusultra darstellt.
Bei einem Unternehmen mit dieser Marktmacht und diesen
finanziellen Möglichkeiten muss man sich keine Sorgen
machen, dass die führende Position durch andere Firmen
streitig gemacht wird.
Ein Garant für eine gute Marktposition sind häufig die
Produkte eines Unternehmens. Bei Microsoft beispielsweise ist es
das Betriebssystem Windows, beim Softdrinkriesen Coca-Cola
spricht der Name bereits für sich. Coca-Cola ist der
bekannteste Markenname der Welt – ein Garant für
weitere Steigerungen. Der US-Investor Warren Buffet –
ebenfalls ein Verfechter der Wachstums-Strategie – spricht
in diesem Fall von so genannten unvermeidlichen Produkten. Also
Produkte, die der Mensch tagtäglich benötigt.
Selbstverständlich sind auch Nahrungsmittel von Nestle,
Medikamente von Pfizer oder Rasierklingen von Gillette solche
unvermeidlichen Produkte.
Umsatz- und Gewinnentwicklung
Neben den genannten Punkten ist eine konstante Umsatz- und
Gewinnentwicklung die Grundlage für den stetigen
Aufwärtstrend der Aktie. Schließlich ist die
langfristige Kursentwicklung nichts Anderes als ein Lebenslauf
des Unternehmens.
Gelingt es dem Unternehmen über viele Jahre hinweg, Umsatz
und Gewinn nach oben zu schrauben, wird auch der Aktienkurs auf
lange Sicht klettern.
Börsenneulinge stehen nun nur noch vor der Frage
„Wann kaufe ich?" Mit dieser Überlegung stehen sie
jedoch nicht alleine. Auch „alte Börsenhasen“
wollen für ihre Aufstockung gerne den besten
Einstiegszeitpunkt erwischen.
Kaufen aber wann?
Gutgemeinte Ratschläge
Als Börsenneuling wird man früher oder später mit
folgender Situation konfrontiert werden: Nach zahlreichen
Überlegungen und schlaflosen Nächten hat man sich
für den persönlichen Aktienfavoriten entschieden.
Hochmotiviert marschiert man zu seiner Bank und erntet jene
berühmte Aussage des Beraters: „Sicherlich eine gute
Aktie, aber viel zu hoch!“ Oder der gut gemeinte Ratschlag
des Arbeitskollegen: „Die ist ja ganz oben, da würde
ich nicht einsteigen.“
Keiner sagt allerdings, wie lange und vor allem auf was man
warten soll! Kommt es dann tatsächlich einmal zu den
gefürchteten Kurskorrekturen, ist die Börsenwelt um ein
weiteres, gutes Warte-Argument nicht verlegen: „Greife
niemals in ein fallendes Messer!“, heißt es dann
einleuchtend. Ja was denn nun? Wann soll man seine
Wachstumsaktien kaufen?
Abwarten und Tee trinken?
Ein bekannter Börsenspezialist bringt es auf den Punkt:
„Investoren haben viel mehr Geld damit verloren, auf
Korrekturen zu warten, als sie die Korrekturen selbst gekostet
hätten.“ So konnten sich viele der gefeierten
Pessimisten ihrer Weisheit nicht sonderlich erfreuen, obwohl sie
die Aktienkorrektur vom Herbst 1998 richtig vorausgesagt haben.
Der Grund: Sie blieben dem Markt zu lange fern und fuhren deshalb
unter dem Strich schlechter als die bereits investierten Anleger,
die dem reinigenden Gewitter tatenlos zusahen. Mit abwarten und
Tee trinken werden also tatsächlich dicke Gewinne erzielt
– allerdings nur, wenn man die Wachstumsaktien bereits
besitzt!
Was wäre wenn?
So weit, so gut: Nun stellt sich dem unschlüssigen
Käufer die Frage, welche Auswirkung auf die Rendite hat der
ideale Einstiegszeitpunkt? Was wäre, wenn ich
tatsächlich einen besseren Kurs erwischen würde? Ein
konkretes Beispiel: Für den Langfristinvestor war der
optimalste Anlagetermin der 19. Oktober 1987 – der Tag des
großen Börsencrashs. Hätte er diesen idealen
Einstiegszeitpunkt damals tatsächlich erwischt, er
hätte bis heute mit amerikanischen Dow-Jones-Werten
durchschnittlich rund 15 Prozent pro Jahr verdient.
Und der Anleger, der das Pech gepachtet hat? Der seine Aktien
unglücklicherweise am Handelstag zuvor in sein Depot gelegt
hat? Er hätte bis heute durchschnittlich 12 Prozent
verdient. Dass man diesen Tag – den schlechtesten in 13
Jahren – erwischt, ist mehr als unwahrscheinlich. Und
selbst wenn einem ein solches Pech angeboren wäre, man
hätte immer noch eine Rendite, die andere Anlagen in den
Schatten stellt. Aktienschwankungen, wie sie an der Börse
Tag für Tag vorkommen, haben unter langfristigen
Gesichtspunkten kaum Auswirkungen auf die Rendite. Das Ausnutzen
solcher Kursschwankungen ist nicht nur reine Glückssache,
sondern spielt langfristig nur eine untergeordnete Rolle.
Wann kauft man?
Die Antwort auf diese Frage ist einfach und klingt zugleich
banal: Bei guten Wachstumswerten ist jeder Tag ein Kauftag! Die
an der Börse üblichen Kursschwankungen muss ein Anleger
akzeptieren – in beide Richtungen! Falls sich der
Kaufzeitpunkt im Nachhinein nicht als günstig erweist und
die auserwählte Aktie auf Tauchstation geht, so ist das kein
Beinbruch. Man mag sich zwar ärgern, dass man nun die
Papiere etwas billiger bekommen könnte. Entscheidend ist
jedoch nicht, was die Aktie heute macht, sondern wie stark sie in
den nächsten Jahren steigt.
Das kostbarste Gut einer Geldanlage ist die Zeitdauer, die zur
Verfügung steht. Internationale Multis von erstklassiger
Qualität haben bisher noch jeden Rückschlag aufgeholt
und neue Höchststände erreicht. Alles, was man als
Anleger dazu benötigt, ist Geduld und der Mut, sich die
Wachstumsaktie ins Depot zu legen, egal zu welchem Zeitpunkt.
Sie sehen: Für die Umsetzung der Wachstums-Strategie muss
man kein Aktienspezialist mit mehrjähriger
Börsenerfahrung sein. Im Prinzip benötigt man nur drei
Dinge, um an der Börse dauerhaft zu den Gewinnern zu
zählen: Wachstumsaktien, die richtige Mischung und etwas
Geduld.
Weitere Informationen finden sie auf der
Homepage von Börse-aktuell
|