FC Schalke 04Die UEFA - Cup - Story 1996/1997 |

| 1. Runde: Roda J. C. Kerkrade | Viertel - Finale: Valencia C. de F. |
| 2. Runde: Trabzonspor | Halb - Finale: CD Teneriffa |
| 3. Runde: Club Brügge K. V. | Finale: FC Internazionale Milano |
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Roda J.C.Kerkrade (3:0 / 2:2*) |
| In der ersten Runde trafen wir auf Roda J.C. Kerkrade, damals trainiert von Huub Stevens. Vor dem Spiel herrschte eine sagenhafte Stimmung im Parkstadion. Die schäumte nach nur 8 Minuten über, als Marc Wilmots den Ball nach Flanke von Radek Latal unhaltbar per Flugkopfball ins Kerkrader Tor beförderte. Nur 4 Minuten später erhöhte Youri Mulder nach Abpraller auf 2:0. Als Marc Wilmots in der 2. Halbzeit gar das 3:0 erzielte, da glaubten auch die größten Pessimisten, dass die 2. Runde erreicht werden kann. Zum Rückspiel in Holland rollte ein Konvoi von 52 Bussen gen Kerkrade, was ein imposantes Bild abgab. Das Spiel endete 2:2 Unentschieden. Die 2. Runde war erreicht. Wer hätte uns das zugetraut? Was sagten viele Nicht - Schalker: "in der nächsten Runde seid ihr raus". Aha. | |
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Trabzonspor (1:0 / 3:3*) |
| Das "Heimspiel" der 2. Runde erlebte der zwischenzeitlich entlassene Jörg Berger nicht mehr, vielmehr war nun Huub Stevens der neue Coach auf Schalke. Wie sich schnell herausstellen sollte, ist der Mann der Glücksgriff des Rudi Assauer überhaupt. Das Spiel gegen Trabzonspor gewann unsere Mannschaft durch ein Tor von Martin Max mit 1:0. Das Rückspiel in Anatolien, dem zahlreiche Schalke - Fans beiwohnten, verlief weitaus dramatischer. Johann de Kock brachte unsere Farben mit einem Kopfball - Doppelschlag mit 2:0 in Front. Doch in der 2. Halbzeit lagen wir plötzlich mit 2:3 im Hintertreffen, Glücklicherweise erzielte Martin Max den 3:3 Ausgleich, die 3. Runde war erreicht. Wer hätte uns das zugetraut? Was sagten viele Nicht - Schalker: ,,in der nächsten Runde seid ihr raus". Aha. | |
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Club Brügge K.V. (1:2*/ 2:0) |
| In der reiste unsere Mannschaft zunächst zum Auswärtsspiel zum belgischen Meister Club Brügge K.V. Das Spiel dort, auf schneeglattem Boden, war an Dramatik kaum zu überbieten. 1:0 hinten liegend verschoss Olaf Thon einen Elfmeter, der zur Ecke abgewehrt wurde. Diese brachte Thon selber herein und Mike Büskens knallte den Ball per Volley - Schuss in den linken Winkel des Brügger Tores. Im Rückspiel führte unsere Mannschaft bei Dauerregen bereits nach 9 Minuten durch einen Treffer von Martin Max mit 1:0. In der 89. Spielminute erlöste Youri Mulder die Schalker Fans mit einem herrlichen Koptballtor zum 2:0 Endstand. Schalke war nun der einzige deutsche Club, der im Uefa - Cup überwintern konnte. Wer hätte uns das zugetraut? Was sagten immer noch viele Nicht - Schalker: ,,in der nächsten Runde seid ihr raus". Aha. | |
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Valencia C. de F. (2:0 / 1:1*) |
| In Runde 4, im März 1997, empfingen wir im Viertelfinale den spanischen Club Valencia C. de F. zunächst zum Heimspiel im Parkstadion. Eine einzigartige Stimmung herrschte bereits vor dem Spiel, was selbst den Co -Kommentatoren Franz Beckenbauer mächtig beeindruckte. Nach dem Spiel war er der erste Fachmann, der es öffentlich aussprach: "Diese Schalker können das Endspiel erreichen, und jo mei, wenn man einmal das Endspiel erreicht hat, ist alles möglich". Das Spiel wurde nach anfänglichen Schwierigkeiten größtenteils kontrolliert und verdient durch die Tore von Thomas Linke (Kopfball - ,,Schuss" aus 15 m!!! in den linken Winkel) und durch ein schön heraus gespieltes Tor von Marc Wilmots mit 2:0 gewonnen. Ein gutes Polster, wie sich 2 Wochen später in Valencia herausstellen sollte. Für die knapp 5.000!!! Schalker Fans lohnte sich die lange Reise nicht nur wegen des 1:1 Unentschiedens (Tor Youri Mulder), sondern wegen des Stadtfestes ,,Las Fallas". Jedenfalls war das Halbfinale erreicht- Wer hätte uns das zugetraut? Was sagten immer noch viele Nicht -Schalker: ,,in der nächsten Runde seid ihr raus". Aha. | |
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CD Teneriffa (0:1* / 2:0 n.E.) |
| Nun wurde es langsam ernst. Im Halbfinale war unsere Mannschaft zunächst Gast auf der Sonneninsel Teneriffa, beim dort ansässigen Club CD Teneriffa. Ohne den etatmäßigen Sturm traute uns nun niemand mehr das Erreichen des Endspiels zu. Am Samstag zuvor, beim Spiel in Karlsruhe, verletzten sich Martin Max (Bänderriss) und Yuri Mulder (Kreuzbandriss) schwer. Teneriffa ging durch einen unberechtigten Elfmeter mit 1:0 in Führung. In der 2. Halbzeit bekam auch Schalke einen Strafstoß zugesprochen, den Johann de Kock neben das Tor setzte. Nun war die Stimmung auf dem Tiefpunkt. Schalke war eindeutig die bessere Mannschaft gewesen (auch wenn Ewald Lienen in seiner ,,Analyse" wohl ein ganz anderes Spiel beurteilte). Die Mannschaft startete im Rückspiel vor heimischer Kulisse die Aufholjagd. Nach 70 Minuten war es soweit, wieder Thomas Linke per Kopfball besorgte die 1:0 - Führung, man ging in die Verlängerung. in der 105. Minute dann erhöhte Marc Wilmots mit einem sehenswerten Kopfball auf 2:0. Nun noch ein paar Minuten, die einem wie Jahre vorkamen, zittern und dann kam er, auf den alle warteten, der Schlusspfiff. Unglaublich, Schalke stand im Finale des Uefa - Cup - Wettbewerbs. Gegner sollte FC Inter Mailand sein. Wer hätte uns das zugetraut? Was sagten nun die Nicht - Schalker: ,,gegen Inter habt ihre keine Chance, da kriegt ihr die Hütte voll". Aha. | |
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FC Internazionale Milano (1:0 / 4:1 i.E.*) |
| Am 7. Mai 1997 war es dann
soweit, Inter zu Gast in Gelsenkirchen. Eine überlegene
Schalker Mannschaft gewann hochverdient durch einen Fernschuss
ins linke untere Eck von Marc Wilmots. Auf der Anzeigentafel
erschien nach dem Schlusspfiff der Pott, mit einer Hand
daran... 2 Wochen später die Entscheidung. 85.000 Zuschauer im Stadion Giuseppe Meazza /Mailand. Darunter sage und schreibe 25.000 Schalker. Insgesamt waren mehr als 30.000 Schalker über die Alpen gereist um Königsblau beizustehen, um mit zu fiebern, um dabei zu sein. Das Bild, das sich einem am Spieltag auf dem Vorplatz des Mailänder Domes bot, war imposant. Unaufhörliche Gesänge, friedliche Schalker Fußball - Fans, die nur eines wollten: feiern. Beim Betreten des Meazza Stadions erstarrte so mancher Knappe vor Ehrfurcht. Riesig, steil, erdrückend eng, nie erlebte Lautstärke in einem Fußball - Stadion. Der pure Wahnsinn. Das Spiel verlief bis zur 85. Minute sehr gut für Schalke, mehrere Chancen wurden leider nicht genutzt. Dann markierte Ivan Zamorano das 1:0 für Inter. In der Verlängerung schoss Maurizio Ganz noch an die Latte, dann war das Spiel vorbei, was bedeutete, dass es ein Elfmeter - Schießen geben würde. Nun knisterte es vor Spannung, überall wo man hinschaute, sah man zitternde, betende und hoffende Schalker. Als erster Schütze verwandelte Ingo Anderbrügge ganz sicher oben rechts. Ivan Zamorano scheiterte am glänzend reagierenden Jens Lehmann. Sollten wir etwa doch...?, nein, noch waren je 4 Elfer zu schießen. Den 2. EIfer für Schalke verwandelte Olaf Thon, Inter traf nun auch, danach schoss Martin Max unhaltbar ein. Nun folgte auf Mailänder Seite Aaron Winter. Lehmann verunsicherte den Schützen vor dem Schuss und prompt jagte er den Ball neben das Tor. Klappt es doch?, ,,wie viele müssen noch"?, ,,was nur einer"? ,,wer schießt denn"? Dann, Marc Wilmots läuft an, Pagliuca hechtet in die rechte Ecke, Wilmots schießt in die linke Ecke. Es war vollbracht. Der FC Schalke 04 ist erstmals in seiner Vereinsgeschichte Sieger im UEFA - Cup. Was sich danach im Meazza - Stadion und überall dort, wo sie mitgefiebert hatten, abspielte, das war unglaublich, das kann man mit Worten nicht beschreiben. So viele (vor Glück) weinende Männer hat man noch nicht gesehen. Der pure (blau - weiße) Wahnsinn. Wer hätte uns das zugetraut? Was sagten nun die Nicht - Schalker: NICHTS. AHA!!! Nun war es soweit: beide Hände am Pott!!! |
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